Schule als Vertrauensgemeinschaft? –
Herausforderungen in demokratiefeindlichen Zeiten
In unseren Schul-Workshops zur Prävention von Verschwörungsdenken beobachten wir wachsende Herausforderungen im Umgang mit Verschwörungserzählungen, Antisemitismus und anderen demokratiefeindlichen Phänomenen. Im Kontext Schule müssen pädagogische Fachkräfte oft als Einzelkämpfende agieren.
Das Praxisforum findet statt am Mittwoch, 14.10.2026
von 10 bis 15 Uhr im Haus auf der Mauer in Jena.
Wir bitten um Anmeldung bis zum 13.10.2026.
Die Teilnahme ist kostenfrei, für das leibliche Wohl ist gesorgt (Kaffee, Kaltgetränke, vegetarisch-veganes Fingerfood-Buffet).
PROGRAMM
| ab 09:30 Uhr | Ankommen | ||||
| 10:00 – 10:15 | Begrüßung | ||||
| 10:15 – 11:15 |
Keynote
Warum glauben Jugendliche an Verschwörungstheorien? Befunde aus der politischen Sozialisationsforschung
Dr. Johannes Schuster, Universität Leipzig
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| 11:15 – 12:00 | Stimmen aus der Praxis | ||||
| 12:00 – 13:00 | Mittagspause | ||||
| 13:00 – 14:30 |
Workshops
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| 14:30 – 14:55 | World-Café | ||||
| 14:55 – 15:00 | Verabschiedung |
Keynote
Warum glauben Jugendliche an Verschwörungstheorien?
Befunde aus der politischen Sozialisationsforschung
Verschwörungstheorien stellen eine Gefahr für den demokratischen Zusammenhalt dar, da sie das Vertrauen in politische Institutionen untergraben und sogar zu Gewalt führen können. Nicht zuletzt durch die sozialen Medien sind Jugendliche Verschwörungstheorien in besonderem Maße ausgesetzt. Im Vortrag soll untersucht werden, welche Faktoren den Glauben an Verschwörungstheorien unter Jugendlichen begünstigen und welche Rolle die sozialen Medien spielen.
Workshop A
Desinformation und Verschwörungserzählungen:
Aktuelle Phänomene und pädagogische Handlungsmöglichkeiten
In diesem Workshop widmen wir uns zunächst aktuellen Phänomenen im Zusammenhang mit Verschwörungserzählungen, wie z.B. „Manosphere“ und „Looksmaxxing“. Und was hat eigentlich „Brainrot“ damit zu tun? Neben Hintergrundwissen stehen auch Handlungs-empfehlungen im Mittelpunkt. Wir stellen Ihnen hilfreiche Plattformen, digitale Tools und methodische Ansätze vor, die Sie in Ihrer pädagogischen Praxis bei der Auseinandersetzung mit Desinformation und Verschwörungserzählungen unterstützen können. Im Anschluss gibt es Raum für Austausch und gemeinsame Reflexion. Wir sprechen über Ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Bedarfe aus der praktischen Arbeit. Dabei widmen wir uns auch der Rolle von Vertrauen sowie die Frage der Neutralität im Umgang mit verschwörungsaffinen Jugendlichen.
Workshop B
Rechtsextremismus: Erkennen. Verstehen. Handeln!
Rechtsextremismus begegnet uns auch im Schulalltag – manchmal offen, manchmal subtil. Der Workshop gibt Impulse, rechtsextreme Tendenzen frühzeitig zu erkennen, sicher anzusprechen und im Gespräch handlungsfähig zu bleiben. Einblicke in die Praxis der Ausstiegsberatung zeigen, was hinter Radikalisierungsprozessen steckt und wie Ausstieg möglich werden kann.